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In der Auswertung der Anzahl der Tötungen auf EU-Straßen beginnend in 2001 mit 51 400 Tötungen stehen wir beim letzten Datenpunkt in 2023 bei 20 400 Tötungen auf unseren Straßen.

Das entspricht immernoch der Auslöschung einer kleineren Mittelstadt. Und das bwohl die Zahl um 60% gesenkt werden konnte.

Lokaler positiver Tiefpunkt: im Covid-Jahr 2020 mit eingeschränkter Mobilität und Einrichtung von Protected Bike Lanes mancherorts und der Etablierung von Home Office sank die Zahl auf 18 800. 1/2

Nach dem Covid-Knick finde ich die blaue Linie mit Zielsetzung der EU, die Zahl der Tötungen auf europäischen Straßen bis 2030 auf "nur noch" 11 400 im Jahr zu senken, interessant. Nach den Covid-Jahren ist die Zahl der Tötungen wieder enorm angestiegen und zeigt einen Trend deutlich über der Zielsetzung.

Immerhin: es gibt eine Zielsetzung und Informationen darüber, wie erfolgreich deren Verfolgung ist und damit mehr als die politische Gleichgültigkeit im Bundestag. 2/2

Die Daten aus den Grafiken stammen übrigens von CARE

"a Community database on road accidents (commonly referred to as “crashes”)  resulting in death or injury (no statistics on damage-only accidents)"

🔗 road-safety.transport.ec.europ

Deutschland ist gut, aber den Benchmark setzen andere Länder

In Relation zur Zahl der Einwohner*innen werden die Zahlen vergleichbarer.

Deutschland kommt auf den 5. Platz hinter Schweden, Malta, Dänemark, Finnland. Allerdings: Die Nicht-EU-Länder Island, Schweiz und Norwegen haben auch bessere Werte.
Von den skandinavischen Ländern ließe sich vielleicht was lernen.

Deutschland hat um 62% mehr Tötungen pro Millionen Einwohner*innen als Island. Und zu Schweiz, Schweden, Norwegen sind es 55%.

@thijs_lucas Das finde ich ohnehin oft den Schwachpunkt, wenn D sich auf den EU-weiten Vergleich beschränkt.

IS, CH, NO sind in gewisser Hinsicht Länder, die es sich mit hohem Standard leisten können, nicht in der EU zu sein. Wären andererseits zB die Balkanstaaten nicht in der EU, würde das Gezwungene an diesem Vergleich "nach unten" viel eher auffallen. (Zumal der Straßenverkehr bisher ja nur wenig EU-harmonisiert ist.)

@xepia_ ich hab den Eindruck, dass sich die Bundesverkehrsminister sehr gerne mit den Staaten am schlechtesten Ende der Skala vergleichen, um davon abzulenken, dass wieder andere sehr viel bessere Arbeit machen als wir Deutschen.

Mich ärgert dann vor allem diese Orientierung nach unten: Hauptsache es gibt Staaten, die noch gefährlicher sind, statt dass wir uns den Anspruch setzen, zu den besten zu gehören.

@thijs_lucas
True, nur sollte man Äpfel mit dem gleichen Obst vergleichen.

In Skandinavien ists wohl wahrscheinlicher, von der Fahrbahn abzukommen oder von Lavatrümmern erschlagen zu werden, als in dicht besiedelten Transitgebieten unsanft Blechkontakt zu erfahren.
@xepia_

Thijs Lucas

@ChristianKuhn @xepia_

Das ist mir ne zu pauschale Ablehnung. Man kann immer Vergleichbarkeiten schaffen, wenn man die Daten entsprechend aufbereitet.

Beispielsweise hier zum Vergleich urbaner Räume: norden.social/@thijs_lucas/113

Was auf EU-Ebene geht, müsste sich auch auf Staaten runterbrechen lassen. Das Ding ist, Verantwortungsträger*innen in Deutschland müssten ein konstruktive Auseinandersetzung mit ihrer Leistung wollen.

Den Spruch "Stuttgart ist nicht Kopenhagen" habe ich in Stuttgart gerade immer dann gehört, wenn sich die Leiter der Verwaltung vor konstruktiven Denkansätzen drücken wollten.

@ChristianKuhn @xepia_

@thijs_lucas
Da bin ich natürlich komplett bei dir – wollte lediglich darauf hengewiesen haben, dass in der Auseinandersetzung mit dem 'einfachen Mann auf der Straße' mancher Vergleich unpassender ist als ein anderer und er sich dann argumentativ eher im Vorteil fühlt, als wenn du einen passenderen Vergleich gewählt hättest bzw. die Zahlen normiert wurden auf andere Parameter.
In Sträßchen in Südosteuropa gibts wohl auch mehr Unfälle durch Achsbrüche als auf hiesigen Autobahnen – wenn er damit kommt, fühlt er sich damit überlegen und deine Argu läuft ins Leere.
@xepia_