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Das beim MDR war wirklich furchtbar. Nicht wegen der Sendung oder der Moderatorin, sondern wegen der Männer, die lügen, um den Verbrenner immer noch gut finden zu können. Es ist für mich unfassbar, dass es sowas noch gibt. Und es ist so schwer wie BILD zu bekämpfen.

@SheDrivesMobility

Wer mehr als 600 km Reichweite benötigt, ist berufsübergreifend sowas wie ein:e Berufsumweltzerstörer:in.

@Voka ich guck mal, ob die Sendung im Archiv ist - u. a. gab es die Behauptung, es gäbe emissionsfreien Kraftstoff.

@SheDrivesMobility

Die Aufnahme hab ich, bin auch schon fast mit Hören durch (war mit meiner Frage vielleicht etwas voreilig). Aber es ist nicht immer klar, was nun eine Lüge sein soll.
Beispiel emissionsfreier Kraftstoff: In der Theorie dürfte das nach meiner Einschätzung grundsätzlich möglich sein, wie auch emissionsfreie Elektromobilität. Was das in der Praxis und den Details bedeutet... Da kann man dann natürlich unterschiedlicher Ansicht sein.

@Voka Autos werden produziert, diesen Emissionsrucksack bitte nicht vergessen! Das nenne ich dann eben Lüge.

@SheDrivesMobility

Der Emissions- bzw. allgemein Ressourcenrucksack ist ein generelles Problem von Autos (von Produktion über Betrieb, was die Wartung einschließit, bis zur Entsorgung/Endverwertung). Die Emissionen kann man theoretisch in den Griff bekommen, unabhängig vom Antrieb, aber weil wir davon noch weit entfernt sind, finde ich eine schnelle, sozial gerechte/verträgliche Reduktion der Bestände wichtig.

Ok, bezüglich des Begriffs Lüge haben wir ein leicht unterschiedl. Verständnis. 😉

@SheDrivesMobility

Ich bin der Typ Mensch, der's gerne etwas genau nimmt. Kann mitunter nervig sein, ich weiß. 😄

@SheDrivesMobility

Bei 1:18:34 spricht Prof. Koch vom CO2-neutralen (synthetischen) Kraftstoff. Davor gab es, wenn ich mich richtig erinnere, auch mind. eine weitere Stelle, an der er das beschreibt.
Ich bin nicht sicher, ob ich in dem Zusammenhang von Lüge sprechen würde (vielleicht ist das auch gar nicht das beste Beispiel für das, was du meintest), aber ich hätte definitiv eine andere Einschätzung der Eignung/Relevanz/Bedeutung synthetischer Kraftstoffe.

@SheDrivesMobility

Ah ja, das ist eine semantische Feinheit. Emissionsfrei können sie tatsächlich nicht sein (wobei es hier natürlich wieder mal auf Definitionen ankommt). Aber CO2- bzw. klimaneutral. Wie gesagt, technisch-rechnerisch.

@Voka @SheDrivesMobility
Naja, das CO2 wird beim erzeugen von dem Kraftstoff aus der Luft (oder aus Biogas-Anlagen) entnommen. Nur dieses CO2 wird auch wieder frei wenn man das Zeug verbrennt.

@bastian @SheDrivesMobility

Jepp. Auch ein synthetischer Kohlenwasserstoff-Kraftstoff kann nicht ohne CO2-Emissionen verbrannt werden (simple chemische Tatsache), aber wenn der für die Herstellung verwendete Kohlenstoff nicht fossil ist (und auch das ganze Drumherum klimaneutral ist), kann es klimaneutral sein. Sofern ich nicht irgendwas vergessen/übersehen habe.
Man könnte auch CO2-nettoemissionsfrei sagen.

Ein Problem (neben dem Drumherum): der Wirkungsgrad.

@bastian @SheDrivesMobility

Aber jetzt bin ich vielleicht in eine semantische bzw. Denk-Falle getappt. Was verstehen wir denn unter Emissionen? Um welche Stoffe geht es? Heutzutage denkt man oft nur an CO2. Aber was ist etwa mit Stickoxiden und Ruß? Kann ein noch so moderner Verbrennungsmotor solche Emissionen komplett vermeiden?

@Voka @SheDrivesMobility
Stickoxide, Ruß und Lärm hast du natürlich weiterhin.
Die Frage ist auch, wo der ganze Strom herkommen soll. So wie mein aktueller Stand ist, werden wir eine große Menge an E-Fuels für den Luftverkehr brauchen, eventuell auch für den LKW-Verkehr. Die PKW Frage ist im Grunde mit aktuellen batterieelektrischen Fahrzeugen schon gelöst, wenn das Ladestellennetz groß genug ist. Man kann auch gut mal alle 200-400 km mal eine Pause machen.

@bastian @SheDrivesMobility

Genau. Solange wir keinen Überfluss an erneuerbarer Energie haben, sollte man synthetische Kraftstoffe allein deshalb nur dort einsetzen, wo andere Lösungen wirklich deutlich schlechter abschneiden. Und dann eben noch die anderen Emissionen. Richtig, Lärm kann man auch dazu zählen.

Und jetzt wieder mal einen Schritt zurück: insgesamt weniger Autos löst noch mehr Probleme, solange die Dinger nicht durch was ähnlich Schädliches ersetzt werden.

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