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Gedanke zum Thema

Open Source bietet die Vorteile:

global Peer Review durch allgemeine Einsehbarkeit und Verständlichkeit der Quellen

Fortschritt durch Editierbarkeit und Weiterentwicklung

reproduktive Selbstermächtigung

Allgemeine Verfügbarkeit geistigen Eigentums

Habt ihr dazu noch Ideen?

Global Peer Review

Eine allgemeine Einsichtigkeit durch Veröffentlichung in einer verfügbaren und Verständlichen Sprache inklusive Dokumentation ermöglicht es einer hohen Anzahl von Personen die Information zu sichten und auf Fehlerstellen abzuklopfen. Mögliche systemische oder inhaltliche Fehler können so schnell und effizient erkannt werden.

Im wissenschaftlichen Betrieb ist Peer-Review ein Muss , allerdings ist die limitierende Einschränkung dort der akademische Betrieb.

Fortschritt durch Editierbarkeit

Die Möglichkeit Informationen zu editieren, zu verändern und zu gestalten eröffnet allen die Möglichkeit Ergänzungen vorzunehmen, Anpassungen an individuelle Bedürfnisse, AddOns für erweiterte Probleme und Aufgaben, Schnittstellen für andere Anwendungen und Methoden zu entwickeln und kulturelle Eigenheiten zu berücksichtigen.

reproduktive Selbstermächtigung

Durch die Nutzbarmachung von Informationen ist es möglich mit den entsprechenden Mitteln diese Information umzusetzen und selbstermächtigt zu Nutzen ohne das eine Instanz dort einschränkend einwirken kann. Dabei denke ich weniger an Schusswaffen aus dem 3D Drucker sondern eher an die Gutenberg-Presse und den Buchdruck. Sobald das Konzept und die Umsetzung ausreichend bekannt war konnten die Menschen diese Technologie eigenmächtig nachbauen und nutzen.

Allgemeine Verfügbarkeit

Eine Möglichkeit Nutzung und Verwertung von Ideen und Konzepten, von Code kann man einschränken indem man diese Nutzung erschwert oder generell limitiert und damit hierarchische autoritäre Strukturen erhält. eine allgemeine Zugänglichkeit unabhängig von der Herkunft oder der Beschaffenheit des Individuums weicht autoritäre Strukturen auf und schafft hierarchielosere Gesellschaften.

Unsere Gesellschaft in ihrem derzeitigen Status hat sich die großartige Idee einfallen lassen jede Form von geistigem Eigentum nicht dem Allgemeinwohl zur Verfügung zu stellen sondern Privatpersonen exklusiv zur monetären Verwertung zu sichern. Dabei geht es nicht nur um technische Prozesse, literarische Erzeugnisse, Kunst, Philosophie sondern auch um Saatgut, Genomsequenzen, Organismen.

Das dient aber alleine der Vormachtstellung einiger Weniger.

Historisch gesehen basiert die gesamte menschliche Kultur auf den Methoden des Kopierens, der Veränderns, des Mischens. Copy-Remix-Mashup. Die einzige Form Wissen exklusiv zu halten war nicht sie unter geistiges Eigentum zu stellen, sondern Wissen restriktiv beschränkt zu halten und nicht allgemein zugänglich zu machen.

Man stelle sich vor, der erste Stein in der Faust eines Affen wäre unter geistes Eigentum gestellt worden, wir wären nie aus dem Neolithikum herausgekommen.

Wenn man den Begriff der Software auf Ideen, Konzepte und geistige Leistung allgemein erweitert kann man jedes Wissen das eine Gesellschaft teilt unter den Bedingungen der OpenSource Definition behandeln.

Open Source, das bedeutet nicht nur Computer-Code, das bedeutet auch soziale Algorithmen, Technologie, Information im Allgemeinen. Wir können eine Open Source Gesellschaft aufbauen.

"Öffentliche Daten nutzen, private Daten schützen"
Wau Holland

Was spricht dagegen die Hackerethik in allgemeinerer Form zum gesellschaftlichen Standard zu machen?

Schreibt mir eure Meinung

www.ccc.de/hackerethics

@Niemand korrekt. In den 90ern hatte ich mal die Bedienungsanleitung einer Musikanlage gelesen. Der Inhalt auf CD wurde (von Japanern?) in der Anleitung als Software bezeichnet. Der Begriff Software ist neu, das Konzept älter. Hardware wechselt. Software wird versucht zu erhalten.
Bei Medienbrüchen (z.B. Wechsel auf Buchdruck) ging immer was verloren, doch viel mehr war nun möglich (mehr Speicher).

@Niemand @LasseGismo @opensourceseeds ohne stimulierung des Belohnugszentrums durch z. B. Reichtum und finanzieller Absicherung, sinkt der individuelle Anreiz zu effektiver Hochtempoforschung und Entwicklung leider enorm.
Wenn man die Früchte seiner Arbeit eh nicht selber ernten darf, warum dann noch arbeiten? Wenn ich eh was von allen abbekomme, lass doch die anderen dafür schwitzen...

Des klappt so nicht, hat der Kommunismus schon zuhauf bewiesen.

@Geerd
Es gibt genug gegenteilige Erfahrungen die zeigen das Menschen durchaus auch ohne monetären Ausgleich Energie in die Gemeimschaft stecken.

Ehrenamt zum Beispiel. Oder Familien.

@LasseGismo @opensourceseeds

@Niemand @LasseGismo @opensourceseeds Familie ist ein die oder wir Konstrukt.
Die eigenen Gene werden immer zuvorderst gestellt, Außenstehende nur unterstützt, wenn sie nützen oder es erzwingen
.
Ehrenamt ist das Negativbeispiel.
Nahezu 100% der Ehrenamtlichen sind mit abgesicherten Grundbedürfnisse ausgestattet, aber nicht mal 5% der mit Grundbedürfnissen Ausgestatteten gehen auch freiwillig noch ins Ehrenamt.
Der Mensch ist da im Kopf noch nicht soweit.

@Geerd @LasseGismo @opensourceseeds

Das halte ich für unwahr. Generell sind wir dazu geneigt um beim Biologismus zu bleiben, den eigenen Genpool zu fördern. U.a. bei Dawkins beschrieben. Kulturell ist es noch viel frappierend das Menschen ohne monetären Benefit und teilweise sogar ohne soziale Anerkennung für das höhere Gut arbeiten. Das Verhalten das du beschreibst ist die atomisierte neoliberale Gesellschaft und der Homo Oeconomicus. mMn ein Krüppel.

@Geerd
Der Kommunismus auf den du dich beziehst hatte zwar die Produktionsmittel verstaatlicht, war in seinem Kern aber autoritär bis faschistisch. Die ursprüngliche kommunistische Idee hat mit Stalinismus oder Maoismus wenig zu tun.
Aber klär mich ruhig auf.

@LasseGismo @opensourceseeds

@Niemand @LasseGismo @opensourceseeds na, jeder Versuch die Idee umzusetzen ist bisher am Menschen gescheitert, ich denke es bleibt ein fiktives Gedankenkonstrukt, solange Menschen noch von Instinkten und Trieben kontrolliert werden, und nicht streng logischen Gedankenprotokollen folgen.

@Geerd @LasseGismo @opensourceseeds das ist doch quatsch. Es ist an den autoritären Strukturen gescheitert und an der mangelnden Freiheit der Gedanken und dem Fehlen eines gestalterischen Partizipation Prozesses. Ein Problem dem wir in unserer "alternativlosen" Gesellschaft auch immer stärker gegenüber stehen. Du darfst ja jede Meinung habe. Interessiert halt nur nicht wenn du kein Geld hast. Schöne Freiheit die wir da haben.

@Niemand Das läuft allgemein unter „Commoning“, z.B. lesen.oya-online.de/suche/inde

Das Buch „Die Welt der Commons“ fand ich etwas oberflächlich, ist aber eine gute Einführung.
dieweltdercommons.de

@Niemand@norden.social

Wir können die allten Begriffe der Denkschulen auch erweitern durch ein Bewusstsein für ein kommunizierendes und lernendes Feld, gemeinschaftliches Forschen und Offene Quellen, bis zu Tiefbrunnen der wirklichen Wissenschaft, die nicht für Geld und Glauben quatscht ...

@Niemand
Tipp - einen längeren Thread durchnummerieren macht's Interessierten einfacher (1/x, 2/x...)

@Niemand 8 Milliarden Menschen haben 8 Milliarden eigene Vorstellungen von ethischem Verhalten.
Demokratien benutzen die Schnittmenge der Mehrheit als Konsens, Diktaturen den Willen einer kleinen Minderheit, die sich meist selber als "Intelligenza" ansieht, und meint das Proletariat anführen zu "müssen".
Hacker sind eine sehr kleine Minderheit, die auch nur zum Teil einem einheitlichen Kodex folgt. Das läuft auf wohlwollende Diktatur über die "Dummen" raus.
Heikles Thema, sieh Xi Pings Politik.

@Geerd
Im Endeffekt eine Frage der überzeugensten Geschichte und der Integrität derer die sie leben sollen.
Indigene/s Gesellschaften/Wissen waren/sind schon auf dem richtigen Weg:
climatejustice.social/@LasseGi
@Niemand

@Geerd
Das ist schlicht inkorrekt. Es gibt einen breiten Konses über verschiedene ethische Modelle. Was du sagst ist schlicht inkorrekt.

@Niemand die Anzahl und Breite ist das Problem. Ein Planet, eine Art, 500+ lokale Modelle....
Das ist weit weg von breitem Konsens.
Folter, Todesstrafe, Scharia, Frauenrechte, Menschen töten als Staatliche Grenz Konfliktlösung, Alte versorgen oder beim sterben helfen... selbst Kannibalismus hier und da toleriert oder verboten, je nach Gegend, Zivilisationsstufe, wirtschaftlichem Druck und Phaenotypus?

Das dauert noch mindestens 500 Jahre und 2-3 Weltkriege ehe evtl. ein Umdenken durchbricht.

@Niemand durchhalten, bis was besseres aus uns wird. Wir sind der Neandertaler für unsere erfolgreicheren Nachfolger. Wir müssen den Laden nur am Laufen halten, bis die Evolution das gebacken bekommt, dann haben wir unseren Job getan und können aussterben.
Ideal wäre, die Ressourcen zu strecken indem wir mit Planetenweiter Geburtenkontrolle die planetare Belastung für die Übergangszeit auf ein erträglicheres Maß senken.
Aber das regelt die Natur zur Not auch selber recht zuverlässig.

@Niemand naja, nur weil mal wieder eine momentane "Krone der Schöpfung" bockig mit dem Fuß aufstampft, wird die Evolution nicht auf einmal plötzlich Aufhören und in Rente gehen.
Wir sind ganz sicher nicht das perfekte Optimum, was nicht mehr verbessert werden kann, da kommen sicher noch etliche Nachfolger, ehe die Sonne irgendwann ausbrennt.
Vielleicht sind wir ja die letzte rein fleischliche Stufe vor einer Tech/KI Art .
Mal abwarten ob im Übergang irgendwo Mensch-Technik Hybride auftauchen.

@Geerd ich hab ein Problem mit deiner Hände-in-den-Schoss-legen Mentalität weil sich alles nach diversen Weltkriegen durch Evolution richten wird. Das hat auch nichts mit bockig sein zu tun. Warum sollten Menschen ihr Potential und ihre Gestaltung Kraft aufgeben, nur weil man ihnen erzählt das es aus Gründen alternativlos ist? Das ist zutiefst fatalistisch und bedeutet Kapitulation vor der Welt. Und es ist auch nicht durch Erfahrung belegt, eher a disease of mind.

@Geerd nur um das zu erwähnen. Deine Punkte habe ich mir übrigens notiert für den Text an dem ich schreibe. Ich wisch deine Argumente nicht beiseite, ich bin nur schlicht anderer Meinung.

@Niemand Mir kommen da die Menschen und ihre Beteiligung zu kurz. Nichts von deinen Punkten bietet OpenSource automatisch und "zwangsweise". OpenSource eröffent Möglichkeiten. Durch einen anderen Blick auf Besitz, Gemeinschaft und Kooperation.

@achim

Moin!

Inwiefern ist die Beteiligung limitiert? Was habe ich übersehen oder falsch formuliert?

@Niemand Wie schon beschrieben bietet OpenSource diese Vorteile meiner Meinung nach nicht. OpenSource ermöglicht sie. Es gibt jede Menge schlechte OpenSource-Software, die Fehler hat und die nie reviewed wurde. Durch OpenSource kannst du daran etwas ändern. Du kannst dich einbringen, mitmachen, ...

@Niemand Einbringen und Mitmachen sind zwingend nötig, damit deine erwähnten Vorteile entstehen können. Ohne die Menschen - idealerweise eine Community - wird das alles nichts. Das Punkt ist sooo zentral, wird aber gerne ignoriert. Daher fand' ich den Fokus deines Posts "ungünstig".

@Niemand ich persönlich habe auch schon den Code von Open Source Projekten gelesen, um neue/andere Programmiertechniken zu lernen oder Inspiration zur Lösung eigener Probleme zu finden. Ein Open Source Projekt kann also auch anderen Projekten indirekt helfen...

@nex
Das spannende ist das der akademische Betrieb an den Universitäten eben nicht fokussiert ist auf das Allgemeinwohl oder dem Streben nach Wissen ohne Begrenzung sondern mittlerweile zu größten Teilen dem wirtschaftlichen Nutzen von privaten Unternehmungen dient. Hatte da an der Leibniz Universität diverse Streitgespäche zu wo man mir vermittelt hat das Wissenserwerb um des Wissens Willen eine Position aus dem akademischen Elfenbeinturm heraus ist.

Willst du forschen, lass dich sponsorn.

@Niemand
Also wenn ich mich monatelang mit Quellenliteratur herumschlage, am Schluss daraus ein Buch mache, soll jeder auf den Text kostenlos zugreifen und ihn in seinem Sinn ändern können? Abschaffung des geistigen und künstlerischen Eigentums?
Wenn du das nicht meinst, musst du deine Aussagen präzisieren (und bitte ohne englische Fachausdrücke).

@Sonnenkind
Ich persönlich bin der Meinung das ein Autor für einen festgelegten Zeitraum, sagen wir fünf Jahre, die exklusiven Verwertungsrechte für seine geistige Urheberschaft auschöpfen dürfen sollte und danach sollte dieses geistige Eigentum mMn in Creative Commons übergehen.

Geistiges Eigentum über Dekaden exklusiv zu sichern und limitieren ist meines Erachtens nicht sinnvoll.

@Sonnenkind
Star Wars. Das ist ein starkes Franchise, exklusives geistiges Eigentum. Allerdings ist Star Wars als Kulturphänomen mittlerweile allgemeiner kultureller Besitz. Meinetwegen soll Disney für jeden neuen Film und jedes neue Spiel 5 Jahre Exklusivrechte zu haben, aber alles darüber hinaus ist schlicht unanständig.

@Niemand Da kenne ich mich nicht aus. Ich habe auch noch nie einen solchen Film zuende gesehn - ganz am Anfang den ersten eine halbe Stunde lang, dann ist mir das ewige Geballere auf den Geist gegangen. Wenn du das als "geistiges" Eigentum bezeichnest - dann stimme ich dir zu.

@Sonnenkind
Harry Potter ist auch geistiges Eigentum. Oder die drei Fragezeichen. Wenn du dich beim Downloaden erwischen lässt gibts Post vom Abmahnanwalt.

@Niemand Was ist in diesem Zusammenhang ein Franchise? Ich kenne den Ausdruck nur für die Vergabe von Vermarktungsrechten an Dritte. Ansonsten ist mir dieser englische Ausdruck fremd.

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