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Neuseeland will langsam rauchfrei werden. Zur Zeit rauchen noch 11% der Neuseeländer. Wenn es nach der Regierung geht, würde das schrittweise Richtung 0 gehen. So soll gesetzlich festgeschrieben werden, dass Mindestalter für das Rauchen, was momentan bei 18 Jahren liegt, jährlich um ein Jahr anzuheben. Außerdem werden immer weniger Läden die Erlaubnis bekommen, Tabakprodukte zu verkaufen und es wird verlangt, dass der Nikotin Anteil weiter gesenkt wird. Warum nicht auch bei uns?

@Huygens Morgen, warum unter Zwang? Es gibt andere Lenkungsinstrumente. Der Konsum ist schon zurück gegangen. Befürchte zunehmend Beschaffung und Konsum auf anderen Wegen.

@spauzebub Guten Morgen. Ich bin wirklich kein Freund von zwang. Neuseeland will das Rauchen auch nicht verbieten. Es den Rauchern nur erschweren ihrer Sucht nachzukommen. Und Rauchen ist nun einmal sehr schädlich, es ist eine schlimme Sucht. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich bin nämlich Raucher und komme von dieser verdammten Sucht nicht los. Die Tabak Steuereinnahmen stehen auch in keinem Verhältnis zu den Kosten die durch Rauchen entstehen. Mir würde wohl nur ein Rauchverbot helfen.

@Huygens Zum einen wünsche ich Dir, viel Glück und einen eisernen Willen, auf dem Weg zur Abstinenz.
Als ehemaligen Raucher weiß ich wie schwer das ist.

@Huygens Den Zugang zu erschweren ist das Eine. Am Ende muss das kontrolliert werden. Auch das ist mit Kosten verbunden. Verhältnis Kosten vs Nutzen
Was ist mit Schwarzmarkt?
Welche Folgen entstehen durch minderwertige Qualität? usw.
Der Mensch, als vernunftbegabtes Wesen, erliegt nur allzu leicht der Verlockung.

@Huygens Ich stelle mir gerade vor, wie eine Person immer ein Jahr zu jung für Zigaretten ist, da die Einführung stattfand, als diese Person 17 war. Das hat in meinem Kopf gerade etwas von Verfolgungsjagden um einen Baum in den alten Slapstick-s/w-Filmen.

@funqr Mir würde dieses Gesetz sehr wenig helfen. Bis Rauchen ab 48 erst erlaubt ist, vergehen noch 30 Jahre. Und dann bin ich keine 47 mehr. Aber ich stelle mir das auch gerade lustig vor, wenn eine 72 Jahre alte Person ihren Ausweis Vorzeigen muss, um Zigaretten kaufen zu können, die auch erst ab 72 erlaubt sind, als Beispiel. Und eine 71 jährige muss ihre Mutter vorschicken, um heimlich Rauchen zu können. 😆

@Huygens Och nöö, bitte nicht noch mehr von diesem Autoritarismus und Paternalismus! (Wohin das führt, kann man ja z.B. ganz gut in China beobachten.)

Ich bestehe auf mein Recht auf Ungesundheit und Zerstörung meines Körpers!

@firefly Wovon wärst Du denn genau betroffen? Vom Mindestalter nicht. Also höchstens davon das Du den Tabak nicht mehr überall kaufen könntest. Was das mit dem menschenverachtenden Regime in China zu tun hat erschließt sich mir nicht. Von einem Rauchverbot sind diese Gesetze doch nun weit entfernt.

@Huygens Was Neuseeland plant ist ja: Alle Menschen, die jetzt unter 14 sind, werden *nie* legal Tabak kaufen dürfen. Das ist nichts anderes als ein Rauchverbot, von dem eben nur ein Teil der Bevölkerung betroffen ist. Das ist schon ein Dammbruch. Und was kommt danach?

Ich bin nicht selbst betroffen, aber ich weiß wie sinnlos Verbote/Altersgrenzen sind. Kurz bevor ich 16 wurde und ich eigentlich hätte rauchen dürfen, wurde das Mindestalter auf 18 angehoben. Da hatte ich aber schon geraucht.

@firefly Warum müssen denn bitte Menschen, die noch nie geraucht haben, überhaupt damit anfangen? Der einzige Grund wäre doch nur, um die Drogenbarone der Zigaretten und Tabakindustrie weiter mit Geld zu mästen und sich dabei selber kaputt zu machen. Das Jugendschutz eine gute Sache ist, wirst Du doch kaum abstreiten dürfen. Das 10 jährige als Beispiel nicht schon rauchen. Ich wünschte ich hätte niemals mit dieser Verdammten Scheiße angefangen. Selber schuld könnte man mir sagen. Sucht.

@Huygens Ja, rauchen ist scheiße.

Aber Verbote ändern auch nichts daran, dass es trotzdem Suchtkranke gibt. Diese werden nur zusätzlich durch schlechte Qualität, schädliche Zusatzstoffe usw. gefährdet. Sieht man ja auch in der Drogenpolitik.

Wir müssen uns eher den Ursachen der Sucht widmen. Psycho- und Suchttherapien besser zugänglich machen und so.

@firefly Als ich ein Kind war, war noch vieles anders. Ich habe als 10 jähriger im Supermarkt Camel Zigaretten kaufen können. Nicht für mich, sondern für meinen Vater. Ich hätte natürlich viel erzählen können. Als ich 16, 17 Jahre alt wurde, habe ich mit Alkohol, Rauchen und Kiffen angefangen. Da Kiffen aber verboten war, blieb der Konsum da sehr gering und verschwand schon 2 Jahre später. Durch schlechte Erfahrungen verschwand das Bedürfnis Alkohol zu trinken. Es bliebt beim Rauchen.

@firefly Was ich damit sagen möcht. Die Hemmschwelle bei verbotenen Sachen ist viel höher. Aber viele tun es trotzdem. Solchen Menschen muss man helfen. Nicht kriminalisieren. Diese Hilfe kann aber nicht darin bestehen, die suchtmachende Droge zu legalisieren und überall verfügbar zu machen. Oder? Denn Sucht ist eine furchbare Krankheit. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo ist ein guter Film zu dem Thema.

@Huygens Ich bin mir nicht so sicher, ob die Hemmschwelle bei verbotenen Suchtmitteln höher ist. Gerade bei Jugendlichen erhöht das ja gerade den Reiz. Also bestenfalls wird der Effekt aufgehoben.

Jugendschutz ist schon wichtig, aber mehr durch Aufklärung. Zumindest erwachsene Menschen sollten ein "Recht auf Rausch" haben. Auch wenn ich es nicht gut finde, dass v.a. Alkohol und Rauchen (auch Gras) so allgegenwärtig im gesellschaftlichen Leben sind (jedenfalls bei uns, bzw. in meinem Umfeld).

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